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Fußbodenheizung im Neubau – Funktionsweise & Vorteile

Neugebaute Massivhäuser werden heute in der Regel mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Was früher noch als Luxus galt, ist heute zum Standard geworden, und zwar zu Recht. Denn Fußbodenheizungen bieten dem Hauseigentümer sehr viele Vorteile. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie eine Fußbodenheizung funktioniert und welche Vorteile sie Ihnen in einem Neubau bietet.

Funktionsweise einer Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen werden unter der gesamten Bodenfläche installiert und gehören damit zu den sogenannten Flächenheizungen. Dabei erwärmen sich die unter dem sogenannten Heizestrich oder in bereits vorgefertigten Bodenelementen verlegten Warmwasserrohre gleichmäßig und geben die Wärme über den Bodenbelag an die Räumlichkeiten ab.

Bei Fußbodenheizungen kann zwischen Nass- und Trockensystemen unterschieden werden, wobei bei Neubauten in der Regel ein Nasssystem zum Einsatz kommt. Beim Nasssystem werden die Heizrohre direkt im Estrich verlegt und von ihm umschlossen, was für die Wärmeübertragung und die Speicherung durch den Heizestrich von Vorteil ist. Beim Trockensystem kommen vorgefertigte Bodenelemente zum Einsatz, in die die Heizrohere bereits eingearbeitet sind.

Dabei besteht eine Fußbodenheizung aus verschiedenen Elementen:

  • die Dämmschicht als Isolation der Konstruktion nach unten
  • die Heizrohre, die meistens aus Polyethylen bestehen, manchmal auch aus Kupfer oder Aluminium
  • das Trägersystem, das aus Trägermatten, Klemmschienen, Stahlwabenplatten, Klettverklebungen usw. besteht
  • der Heizestrich aus mineralischem Estrich, der die Heizrohre umschließt, oder vorgefertigte Bodenelemente
  • der passende Bodenbelag, wie Fliesen, Parkett, Laminat oder Teppichboden

Wird erst nachträglich auf eine Fußbodenheizung umgerüstet, wird auf Trockensysteme oder Elektrofußbodenheizungen zurückgegriffen werden. Dabei hat das Nasssystem die größten Vorteile, sodass Bauherren ans Herz zu legen ist, sich direkt beim Neubau für eine Fußbodenheizung zu entscheiden.

Vorteile einer Fußbodenheizung im Überblick

Dass sich die Fußbodenheizung im Laufe der letzten Jahrzehnte gegen herkömmliche Heizkörper immer mehr durchgesetzt hat, ist wahrlich kein Wunder. Denn sie bietet dem Hauseigentümer viele Vorteile:

  • Behaglichkeit: Bei einer Fußbodenheizung kommt Strahlungswärme zum Einsatz, die für angenehm warme Füße sorgt.
  • Wirtschaftlichkeit: Fußbodenheizungen werden großflächig unter dem Fußboden verlegt und geben über die gesamte Fläche Wärme ab. Dadurch kann die Temperatur niedriger ausfallen, was Energie und damit Heizkosten einsparen kann, ohne dass der Raum kühler wahrgenommen wird. Energie wird auch dadurch gespart, dass die Fußbodenheizung das Haus sehr gleichmäßig erwärmt und die Wärme nach dem Ausschalten der Heizung noch längere Zeit gespeichert wird.
  • Umweltfreundlichkeit: Heizkörper brauchen eine deutlich höhere Vorlauftemperatur als Fußbodenheizungen, weshalb diese sehr gut mit Niedrigtemperaturheizsystemen kombiniert werden können. So lässt sich eine Fußbodenheizung hervorragend mit alternativen Energien betreiben, indem sie z. B. mit einer Wärmepumpe oder einer Solaranlage kombiniert wird.
  • Allergikerfreundlichkeit: Im Gegensatz zu Heizkörpern wirbelt eine Fußbodenheizung durch ihre geringe Luftzirkulation fast keinen Staub auf und es gibt auch keine Heizkörper, an denen sich Staub sammeln kann. Zudem wird die Schimmelpilzbildung reduziert, was eine Fußbodenheizung ideal für Allergiker und Asthmatiker macht.
  • Unsichtbarkeit: Die Fußbodenheizung liegt unter dem Fußboden und ist entsprechend – anders als herkömmliche Heizkörper – nicht sichtbar und nimmt auch keinen Platz in den Räumlichkeiten weg.
  • Flexibilität: Eine Fußbodenheizung kann nicht nur mit verschiedenen Heizsystemen, sondern auch mit unterschiedlichen Bodenbelägen kombiniert werden, wie Steinfliesen, Keramikfliesen, Teppichboden, Kork, Laminat oder Parkett.

Fazit: Fußbodenheizung am besten direkt beim Neubau installieren

Eine moderne Fußbodenheizung in einem Neubau installieren zu lassen, hat viele Vorteile für Bauherren, weshalb sich die Fußbodenheizung gegenüber klassischen Heizkörpern immer mehr durchgesetzt hat. Dabei werden Fußbodenheizungen in einem Neubau in der Regel als Nasssystem verlegt, indem die Heizrohre direkt in den Estrich eingelassen werden. Dadurch dass der Fußboden in einem Neubau erstmalig verlegt wird, ist diese Art der Installation besonders einfach und günstig. Zudem sind die Wärmeübertragung und Speicherung durch den Heizestrich ein großer Vorteil gegenüber nachträglich installierten Fußbodenheizungen im Trockensystem. Wer also mit einer Fußbodenheizung liebäugelt, sollte sich am besten direkt beim Neubau dafür entscheiden.

Bildnachweis: © Wolfilser / AdobeStock

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