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Was heißt Traufehöhe beim Hausbau?

Neben der Firsthöhe ist die sogenannte Traufehöhe eine besonders wichtige planungstechnische Gebäudeangabe, wobei das Wort selbst allerdings nicht unbedingt Aufschluss über die Begriffsbedeutung gibt. Da es als angehender Bauherr wichtig ist, diesen Begriff genau einordnen zu können, klärt Sie dieser Artikel über alle wichtigen Aspekte des Themas Dachtraufe bzw. Traufehöhe auf.

Definition Traufe, Traufehöhe, Traufepunkt und traufständig

Nachfolgend werden die wichtigsten Begriffe rund ums Thema Traufehöhe erklärt:

  • Dachtraufe oder Traufe wird die Tropfkante am Dach eines Hauses genannt, wo während des Regens das gesammelte Wasser der Dachfläche abfließt. Die Länge der Traufe entspricht dabei der Dachflächenbreite und die Traufe begrenzt die geneigte Dachfläche nach unten.
  • Als Traufpunkt wird wiederum der Schnittpunkt zwischen der senkrechten Außenfläche der Außenwand und der Dachhaut bezeichnet.
  • Der Begriff Traufhöhe beschreibt bei einem Gebäude den Abstand zwischen Bodenniveau und Traufpunkt. Obwohl sich an der Traufekante in unseren Breitengraden fast immer eine Dachrinne befindet, entspricht die Traufhöhe im Bauplanungsrecht nicht in jedem Fall und in jedem Punkt der Höhe der Dachrinne über dem Boden, sondern die Traufehöhe muss zeichnerisch ermittelt und beim Einreichen des Bauantrags benannt werden. Dabei ist die Traufhöhe immer an die Decke des letzten Vollgeschosses gebunden, Dachaufbauten werden bei der Ermittlung der Traufehöhe nicht berücksichtigt.
  • Die traufständige Bauweise ist das Gegenteil der giebelständigen Bauweise. Bei der traufständigen Bauweise steht die Traufe eines Hauses parallel zur Straße oder direkt an der Straße.

Warum die Traufehöhe so wichtig ist

Der Bebauungsplan legt fest, welche Vorschriften beim Neubau eines Hauses in einem bestimmten Gebiet beachtet werden müssen. Dabei kann auch die maximale Traufhöhe im Bebauungsplan festgelegt sein. So gilt beispielsweise in Berlin eine maximale Traufhöhe von 22 m. Manchmal ist im Bebauungsplan auch eine maximale Traufhöhe in Abhängigkeit von der Dachneigung festgeschrieben, wie z. B. 350 cm bei 45° Dachneigung oder 400 cm bei 35° Dachneigung bei einem eingeschossigen Wohnhaus. Allgemein kann gesagt werden, dass je kleiner der Neigungswinkel des Dachs ist, desto niedriger kann auch die Traufhöhe sein. Da die Traufehöhe die Dachflächen nach unten hin begrenzt, begrenzen die Vorschriften auch das Aussehen eines Hauses. Um eine einheitliche Optik zu bewahren, werden in Neubaugebieten die First- und Traufehöhe deshalb oft vorgegeben.

Wird im Bebauungsplan zusätzlich die maximale Firsthöhe eines Neubaus festgelegt, kann sich diese Vorschrift ebenfalls auf die mögliche Traufehöhe auswirken.

Um die Traufehöhe zu ermitteln, werden als Bezugspunkte in der Regel die Oberkante der öffentlichen Straße und der Schnittpunkt zwischen der Außenwand und dem Dachsparren herangezogen, wobei manche Bebauungspläne genauer festlegen, ob die Unterkante des Dachsparrens oder die Dachhaut heranzuziehen ist.

Was bedeutet Traufrecht?

Neben der im Bebauungsplan festgelegten maximalen Traufhöhe muss ein Bauherr bei einem Neubau auch das Traufrecht beachten. Dabei handelt es sich beim Traufrecht um eine sogenannte Grunddienstbarkeit. Hiermit wird dem Eigentümer eines Grundstücks das Recht eingeräumt, Regenwasser auf das Nachbargrundstück ablaufen zu lassen. Andernfalls hat der Bauherr die Pflicht, das Dach so zu gestalten, dass das vom Dach abtropfende Regenwasser nicht auf das Grundstück des Nachbarn gelangt.

Fazit: Vorschriften bei der Traufehöhe genau beachten

Die Traufehöhe ist eine wichtige planungstechnische Angabe bei einer Neubauplanung. Die Traufe ist dabei die Tropfkante am Dach eines Hauses und die Traufehöhe bezeichnet den Abstand zwischen Bodenniveau und dem Traufpunkt, also dem Schnittpunkt aus der senkrechten Außenfläche des Hauses und der Dachhaut. Um einen Bauantrag stellen zu können, muss die Traufhöhe vorher zeichnerisch ermittelt werden. Da die Traufehöhe maßgeblich auch die Optik eines Hauses bestimmt, gibt es für sie im Bebauungsplan oft genaue Vorgaben, die bei der Planung unbedingt zu beachten sind, wobei auch die Dachfirsthöhe und die Dachneigung eine Rolle spielen. Da die Vorschriften in den Bebauungsplänen oft sehr komplex sind und Ausnahmen bei der vorgeschriebenen Traufehöhe nur selten genehmigt werden, sollten Sie sich am besten einen Architekten oder Bauunternehmen mit viel Erfahrung wenden, um Ihre Wünsche mit den Vorschriften zur Traufehöhe bestmöglich in Einklang zu bringen.

Bildnachweis: © majivecka / AdobeStock

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