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Klinkerfassade – eine lohnende Investition?

Vor allem in hohen Norden Deutschlands haben Klinkerfassaden aufgrund ihres Optimalen Schutzes gegen Wind und Wetter eine lange Tradition. Aber auch in anderen Regionen wie in Berlin und Brandenburg erfreut sich die Klinkerfassade aufgrund ihrer vielen Vorteile zunehmender Beliebtheit. Besonders bei Massivhäusern entscheiden sich viele Bauherren für eine Klinkerfassade, um den Wert ihres Hauses zu steigern. Doch was ist eine Klinkerfassade genau? Wie ist sie aufgebaut? Welche Vorteile verspricht eine Klinkerfassade? Wie sieht es mit den Kosten aus? Und was sollte man noch zur Klinkerfassade wissen? Hier bekommen Sie Antworten auf all diese Fragen.

Was ist eine Klinkerfassade?

In der Baunorm DIN 105-100 werden verschiedene Arten von Vormauerziegeln unterschieden, wie Klinker, Verblender, Backstein, Handformverblender oder Handstrichziegel. Wird von einer Klinkerfassade gesprochen, sind demnach verschiedene Varianten möglich, wobei in der Regel mit Klinkerfassade der äußere Teil einer zweischaligen Wandkonstruktion gemeint ist. Allen Vormauerziegeln ist dabei gemein, dass sie aus natürlichem Ton bei 1.000 °C gebrannt werden, sodass sie als Naturprodukt anzusehen sind. Durch die hohen Brenntemperaturen haben Klinker zudem geschlossene Poren. Dadurch sind sie besonders widerstandsfähig und nehmen von außen kaum Wasser auf.

Aufbau von vorgemauerten Klinkerfassaden

Wie bereits erwähnt, sind Klinkerfassaden in der Regel Teil eines zweischaligen Wandaufbaus:

  1. Die erste Schale, auch Hintermauerschale genannt, umfasst das Innenmauerwerk, das dem Innenraum zugewandt ist und in der Regel eine tragende Funktion hat. Es besteht meistens aus Porenbeton, Thermoziegeln oder Kalksandstein.
  2. Die zweite Schale, auch Vormauerschale oder Vorsatzwand genannt, besteht aus der äußeren Klinkerfassade. Sie hat keine tragende Funktion und dient lediglich dem Schutz des Innenmauerwerks vor Witterungseinflüssen und der ansprechenden Optik.

Die Klinkerfassade wird mittels spezieller Luftschichtanker mit dem Innenmauerwerk verbunden, wobei der vorgeschriebene Abstand zwischen der Hinter- und der Vormauerschale 6 bis 15 Zentimeter beträgt. Zwischen den beiden Wänden verbleibt dadurch ein Hohlraum, sodass dieses Konstrukt auch als zweischaliger Maueraufbau mit Hinterlüftung oder Hohlschichtmauerwerk bezeichnet wird. Je nach verwendeten Materialien wird zudem eine Dämmung zwischen den Schichten eingebracht. Werden für das Innenmauerwerk Thermoziegel verwendet, ist keine zusätzliche Dämmung notwendig. Werden hingegen klassische Mauersteine für das Innenmauerwerk genutzt, wird der Hohlraum zwischen Innenmauerwerk und Klinkerfassade zusätzlich mit Dämmmaterial gefüllt. Wird der Hohlraum komplett gefüllt, wird auch von Kerndämmung gesprochen.

Aufbau einer mit Klinker verblendeten Fassade

Statt einer zweischaligen Konstruktion mit Hintermauerschale und Vormauerschale wird oft auch eine mit Klinker verblendete Fassade als Klinkerfassade bezeichnet. Hierbei sind die Klinker ein dünner, dekorativer Belag auf dem Mauerwerk oder dem Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Statt Vormauerziegel werden in diesem Fall sogenannte Klinkerriemchen verarbeitet, die optisch wie Klinkersteine wirken, aber deutlich dünner sind. Da sie auf die gleiche Weise hergestellt und bei hohen Temperaturen gebrannt werden wie Klinkersteine, bieten sie in vielen Punkten ähnliche Vorteile wie echte Klinkersteine.

Vorteile einer Klinkerfassade

  • Der größte Vorteil einer Klinkerfassade ist ihre lange Lebensdauer, die deutlich höher liegt als bei einer Putzfassade.
  • Auch in Sachen optimaler Schall- und Wärmeschutz hat die Klinkerfassade im Vergleich zur Putzfassade durch die zweite Schicht die Nase vorn. Durch die massive Außenwand sorgt die Klinkerfassade an heißen Tagen dafür, dass nicht zu viel Wärme ins Haus dringt und an kalten Tagen, dass nicht zu viel Wärme nach außen verlorengeht.
  • Zudem ist auch der sichere Brandschutz von Klinkerfassaden als Vorteil zu nennen, der durch die gebrannten Klinker ebenfalls als gut einzustufen ist.
  • Ebenso kann eine Klinkerfassade beim geringen Pflege- und Maleraufwand punkten, denn ein Fassadenanstrich ist bei einer Klinkerfasse nicht notwendig und Algen oder Pilzsporen bleiben Klinkerfassaden in der Regel fern.
  • Der letzte Vorteil ist die Vielfalt an optischen Gestaltungsmöglichkeiten, die sich durch die Vormauerziegel ergibt. So kann die Fassade sehr gut an die Umgebung angepasst werden.

Klinkerfassaden für jeden Geschmack

Wer an eine Klinkerfassade denkt, hat oft sofort eine bestimmte Optik im Kopf. Dabei gibt es heute Vormauerziegel und Klinkerriemchen bereits in vielen verschiedenen Farben und Oberflächen. Ganz nach Geschmack können dabei Klinker mit glatter oder rauer Oberfläche gewählt werden, aber auch noch viele andere Varianten. Zudem gibt es Klinker in den unterschiedlichsten Farben – von klassischen Rottönen über raffinierte Grün- und Brauntöne bis zu modernen Weiß-, Grau- und Schwarztönen. So können die Klinker passend zum eigenen Geschmack und zum Stil des Hauses ausgewählt werden.

Kosten für Klinkerfassaden

Die Kosten für eine Klinkerfassade liegen höher als für eine Putzfassade, wobei eine mit Klinker verblendete Fassade günstiger in der Herstellung ist als eine zweischalige Klinkerfassade. Betrachtet man allerdings die vielen Vorteile – allen voran die lange Lebensdauer – ist eine Klinkerfassade vor allem bei einem Massivhaus eine lohnende Investition. Lassen Sie Ihr Massivhaus mit Klinkerfassade von einem erfahrenen Bauunternehmen zum Fixpreis bauen, kommt es durch die bereits eingerechnete Klinkerfassade auch nicht zu bösen Überraschungen. Denn im Fixpreis sind die Kosten für die Klinker, die Dämmung und den Arbeitslohn schon enthalten. Zudem können Sie sich bei einem professionellen Bauunternehmen auf die fachgerechte Qualität der Klinkerfassade verlassen.

Fazit: Wie eine Schutzhülle für Ihr Massivhaus

Bei einer Klinkerfassade wird das Mauerwerk eines Massivhauses entweder mit einer zweiten Schale aus widerstandsfähigen geschlossenporigen Klinkerziegeln versehen oder mit flachen Klinkerriemchen verblendet. Dadurch bekommt Ihr Massivhaus eine zweite Schutzschicht übergezogen, die durch eine lange Lebensdauer, einen niedrigen Pflegeaufwand, guten Schall- und Wärmeschutz, sicheren Brandschutz und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten punktet. In vielen Farben von Weiß über Rot und Grün bis Schwarz realisierbar, ist eine Klinkerfassade eine lohnende Investition in die Zukunft Ihres Massivhauses.

 

Bildnachweis: © Ingo Bartussek / AdobeStock

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