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Hausgröße – wie viel Platz braucht man wirklich?

Großzügig wohnen liegt seit Jahren im Trend. Doch wer sich kein Riesenhaus mit ausgebautem Dachgeschoß, großem Keller und mehreren Bädern leisten kann oder aus Energiespargründen auf eine überdimensionierte Wohnfläche verzichten will, muss auf den Traum von den eigenen Wänden nicht verzichten. Denn es geht auch anders. Welche Vor- und welche Nachteile ein kleineres Haus hat und wie Sie die richtige Hausgröße für Ihre Bedürfnisse bestimmen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel. Zudem finden Sie darin 5 praktische Platzspartipps und unseren Extratipp zur Wohnraumreserve.

Wechselnder Trend bei der Hausgröße

Der Tiny-House-Trend aus den USA begann vor rund 10 Jahren. Er setzt darauf, möglichst kleine Häuser mit höchstens 20 qm zu bauen und durch geschickte Möbelbauten jeden Zentimeter zum Wohnen auszunutzen. Aber es muss nicht gleich ein Tiny House als Extremform sein. Alleine sich wirklich Gedanken zu machen, wie viel Wohnfläche man tatsächlich braucht, kann die anvisierte Hausgröße schon mal deutlich schrumpfen lassen. Denn während heute in Deutschland durchschnittlich rund 45 qm pro Person üblich sind, waren es vor 30 Jahren noch ca. 35 qm und vor 40 Jahren sogar unter 30 qm. Dabei sollte es bei Ihrer Entscheidung allerdings weniger auf übliche Hausgrößen, sondern mehr auf Ihre individuellen Bedürfnisse ankommen.

Platz sparen kann sich auszahlen

Wer trotz begrenztem Budget ein eigenes Massivhaus bauen will, sollte sich also überlegen, an der Wohnfläche zu sparen statt an der Qualität. Denn oft wird die große Wohnfläche, die teuer bezahlt wurde, gar nicht genutzt. Dabei fallen für ein größeres Haus nicht nur mehr Baukosten an, sondern es wird oft auch ein größeres Grundstück gebraucht und die Heizkosten sind ebenfalls höher. Auf der anderen Seite besteht bei einem kleineren Haus die Gefahr, dass man sich später doch mehr Rückzugsraum wünscht, der dann nicht mehr herbeigezaubert werden kann.

Vorteile eines kleineren Hauses:

  • Kleineres Grundstück notwendig
  • Geringere Baukosten
  • Niedrigere Instandhaltungs-, Strom- und Heizkosten
  • Weniger Zeit fürs Reinemachen nötig
  • Gemütlicheres Ambiente

Nachteile eines kleineren Hauses:

  • Weniger Rückzugsraum
  • Grenzen bei plötzlich auftauchendem Platzbedarf

Die richtige Hausgröße bestimmen

Um den Platzbedarf richtig einschätzen zu könne, sollten Sie sich bei der Hausbauplanung verschiedene Fragen stellen:

  • Wie leben Sie jetzt? Welche Zimmer sind Ihnen zu groß oder zu klein und welche sind genau richtig?
  • Welche Wohnräume, wie Gästezimmer, Arbeitszimmer usw., vermissen Sie derzeit?
  • Welche derzeit zur Verfügung stehenden Räume, wie Gästezimmer, Fitnessraum usw., nutzen Sie gar nicht?
  • Brauchen Sie einen großen Keller oder ist es nicht besser, sich endlich von dem ganzen Gerümpel zu trennen?
  • Brauchen Sie wirklich ein Gästezimmer oder kann der seltene Besuch auch auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen? Oder könnte man nicht einfach ein Schlafsofa ins Arbeitszimmer stellen?
  • Wie sieht es mit dem zweiten Badezimmer aus? Ist das wirklich notwendig oder tut es auch ein separates Gäste-WC mit vernünftigem Waschbecken?
  • Muss es ein 50 qm großes Wohnzimmer sein oder reichen nicht auch 30 qm oder sogar noch weniger?
  • Wie groß müssen die Zimmer für die Teenies wirklich sein, wo Playmobil und Barbie doch längst ausgezogen sind?

5 praktische Platzspartipps

  1. Offene Wohnbereiche, bei denen z. B. Wohnzimmer, Esszimmer und Küche ineinander übergehen, brauchen weniger Platz als mehrere separate Zimmer, weil die Wände entfallen.
  2. Mehr Stauraum im Haus erhalten Sie durch Eckkleiderschränke oder Bettkästen.
  3. Mit einem ausziehbaren Sofa im Arbeitszimmer oder Wohnzimmer sparen Sie sich ein separates Gästezimmer.
  4. Stockbetten und Hochbetten nutzen die Zimmerhöhe für mehr Wohnraum.
  5. Klapptische und Ausziehtische kommen nur bei Bedarf zum Einsatz und schaffen mehr Platz für Freunde und Familie.

Extratipp: Keller oder Dachgeschoss als Wohnraumreserve

Möchten Sie beim Hausbau sparen, haben aber Angst, dass ein kleines Haus auf lange Sicht vielleicht doch zu eng sein könnte? Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, den Keller oder das Dachgeschoss als Wohnraumreserve einzuplanen.

So können Sie zum Beispiel für Ihr Haus von vornherein einen Wohnkeller einplanen, indem Sie beim Bau die gesetzlichen Vorgaben für einen Wohnkeller bereits einhalten, den Ausbau aber auf später verschieben, falls der zusätzliche Platzbedarf wirklich auftreten sollte. Auch ein Dachgeschoss, das zunächst nur als Stauraum genutzt wird, kann sehr gut als Ausbaureserve eingeplant werden.

Fazit: Platzbedarf realistisch einschätzen

In der Vergangenheit wurde der durchschnittliche Wohnraum pro Person in Deutschland immer größer. Doch wer sich kein großes Haus leisten kann oder will oder aus Energiespargründen nicht so viel Wohnfläche beheizen möchte, der kann auch mit einem kleinen Haus glücklich werden. Je kleiner das Haus, desto geringer sind in der Regel nicht nur die Grundstücks- und Baukosten, sondern auch die Kosten für Instandhaltung, Strom und Heizung. Nachteile eines kleinen Hauses sind der geringere Rückzugsraum und die Grenzen bei plötzlich auftauchendem Platzbedarf, wobei dem letzteren Problem mit einer Ausbaureserve in Keller oder Dachgeschoss entgegengewirkt werden kann. Wichtig ist dabei, den eigenen Platzbedarf genau zu durchdenken und realistisch einzuschätzen.

 

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