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Erker im Neubau: Mehr als ein Gestaltungselement

Ein Erker ist ein geschlossener, überdachter Vorbau mit Fenstern, der sich über ein oder mehrere obere Stockwerke erstreckt und keinen Bodenkontakt hat. Dabei sehen viele Bauherren einen Erker vor allem als schickes Gestaltungselement, das ihrem Massivhaus ein individuelles Gesicht verleiht. Aber ein Erker ist viel mehr als ein raffiniertes Designelement im modernen Hausbau. Lesen Sie hier, was einen Erker genau ausmacht, welche Vorteile ein Erker bietet und warum Sie lieber gleich einen Neubau mit Erker planen sollten, statt den Erker später anbauen zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Erker, Auslucht und Balkon?

Anders als eine sogenannte Auslucht, ein Hausvorbau mit Bodenkontakt, steigt ein Erker nicht vom Boden aus auf, sondern wird von einer auskragenden Balkenlage oder Konsolen getragen, wodurch die Übergänge zu einem überdachten und/oder verglasten Balkon fließend sind. Allerdings wird ein Balkon ganz klar als Außenbereich wahrgenommen und zählt bei der Berechnung der Wohnfläche nur zu 50 %, während ein Erker eindeutig zum Innenraum gezählt wird und vollständig als Wohnfläche gilt. Anders als auf einem Balkon sitzt man in einem Erker zudem eher vor Blicken von außen geschützt und hat hier seine Privatsphäre.

Vorteile eines Erkers bei einem Neubau

Der größte Vorteil eines Erkers ist, dass er den Wohnraum vergrößert, ohne die Gartenfläche zu verkleinern. Deshalb ist ein Erker besonders bei kleineren Grundstücken oder bei Hanggrundstücken eine gute Alternative zur Grundrisserweiterung im Erdgeschoss. Anders als bei einem Balkon oder einer Dachschräge wird die Fläche innerhalb des Erkers dabei komplett als Wohnfläche zählt. Vor allem im Dachgeschoss kann ein Erker demnach helfen, die gefühlte Enge zu beseitigen und den Raum großzügiger erscheinen zu lassen. Anders als bei Dachschrägen sind die Seiten des Erkers gerade, sodass Sie hier zum Beispiel Regale aufstellen können.

Gemütlich ausgestattet, kann ein Erker also sehr gut als Sitz- oder Leseecke verwendet werden. Vor allem, wenn der Erker an allen Seiten Fenster hat, punktet er mit seiner tollen Aussicht auch zu den Seiten und sorgt für viel Licht nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Malen oder Handarbeiten. Auch insgesamt ist die Lichtausbeute in Räumen mit Erker oft größer als in Räumen mit normalen Fenstern. Nicht zu vergessen ist aber auch der Vorteil eines Erkers, dass er einem Massivhaus in der Außenansicht einen ganz besonderen Charme verleiht. Raffiniert gestaltet, passt sich ein Erker auch modernen Hausstilen wie Stadtvillen mühelos an.

Neubau mit Erker vs. nachträglich angebauter Erker

Soll in ein Haus nachträglich ein Erker eingebaut werden, sind die Kosten dafür sehr hoch. Denn neben dem Erker selbst fallen auch noch Kosten für weitere Umbaumaßnahmen an, wie für den Rückbau von Wänden und Dach oder die Erweiterung des Fußbodens in den Erker hinein. Außerdem muss vor Baubeginn geprüft werden, ob für den Umbau ein Bauantrag gestellt werden muss, was ebenfalls Geld kostet. Darüber hinaus kann es durch einen nachträglich angebauten Erker auch zu Problemen mit der Dämmung und zu Wärmebrücken kommen, sodass die Gefahr der Schimmelbildung steigt.

Wer mit einem Erker liebäugelt, sollte deshalb am besten schon beim Neubau auf ein Massivhaus mit Erker zurückgreifen. Wird der Erker in einem Neubau von einem erfahrenen Bauunternehmen geplant und umgesetzt, profitieren Sie von einer guten Einbindung des Vorbaus ins Gesamtobjekt, ohne dass es zu schlechter Dämmung oder Wärmebrücken kommt. Zudem gibt es Hausanbieter, die bereits Modellhäuser mit Erker im Programm haben, sodass die Kosten für den Erker bereits im Gesamtpreis einberechnet sind.

Fazit: Designelement mit vielen zusätzlichen Vorteilen

Ein Erker gilt als raffiniertes Gestaltungselement, das sich heute bei vielen modernen Gebäuden wiederfindet. Dabei überzeugt ein Erker mit vielen Vorteilen.

Vorteile eines Erkers im Überblick:

  • Verleiht einem Massivhaus ein individuelles Gesicht
  • Wohnraumerweiterung ohne Minimierung der Gartenfläche
  • Größere Lichtausbeute für den Innenraum
  • Schöne Aussicht zu mehreren Seiten
  • Gilt anders als schräges Dachgeschoss oder Balkon zu 100 % als Wohnfläche
  • Keine Schrägen an den Seiten, sodass Möbel aufgestellt werden können
  • Gemütliches Plätzchen zum Lesen, Malen, Handarbeiten usw.

Dabei sollte ein Erker am besten direkt beim Neubau mit eingeplant werden. Denn ein nachträglich angebauter Erker verursacht nicht nur höhere Kosten, sondern kann auch einige Probleme, wie Wärmebrücken, mit sich bringen.

 

Bildnachweis: © Susan Vineyard / AdobeStock

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