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Eignet sich Laminat für Küche und Bad?

Laminat ist einer der beliebtesten Bodenbeläge in Deutschland. Denn Laminatboden imitiert die Optik von hochwertigen Bodenbelägen wie Fliesen, Parkett oder Holzdielen, besteht aber aus einer günstigen Träger- und einer dünnen Dekorschicht, wodurch er deutlich preiswerter ist als das originale Vorbild. Das Besondere an Laminat sind die praktischen Klickverbindungen, wodurch der Fußbodenbelag sehr einfach zu verlegen und bei Bedarf auch rückstandslos wieder zu entfernen ist. Kein Wunder also, dass sich Laminat seit vielen Jahren großer Beliebtheit erfreut. Doch ist modernes Laminat auch als Bodenbelag für Feuchträume wie Bäder oder Küchen geeignet? In diesem Beitrag wird der Sache auf die Spur gegangen.

Vorteile von Laminat als Bodenbelag im Überblick

Vor über 20 Jahren kam der erste Laminatfußboden mit Klicksystem auf den Markt und setzte sich immer mehr als Bodenbelag in Häusern und Wohnungen durch. Seitdem haben sich die Produkte stetig weiterentwickelt, sodass modernes Laminat heute viele Vorteile bietet:

  • Laminat ist in verschiedenen Preisklassen erhältlich.
  • Es ist in vielen verschiedenen Designs und Ausführungen verfügbar, z. B. in Holz-, Fliesen- und Steinoptik, mit raffiniertem Dekor oder haptischer Struktur.
  • Laminatdielen gibt es in verschiedenen Formaten vom klassischen Schiffsbodenformat über das kleine Fliesenformat bis zum großzügigen Landhausdielenformat mit bis zu 2 m langen Dielen.
  • Das Material ist durch die praktische Klick-Verbindung leicht zu verlegen, wobei kein Kleber gebraucht wird.
  • Laminat kann ohne Schäden am Untergrund wieder entfernt werden.
  • Laminat verfügt über eine robuste Oberfläche und ist sehr strapazierfähig.
  • Auch für die Verlegung auf Fußbodenheizungen ist Laminat gut geeignet.
  • Laminatfußboden ist sehr leicht zu reinigen und allergikerfreundlich.
  • Durch die Klick-Verbindungen hat Laminat eine fugenfreie Oberfläche.
  • Hochwertiges Laminat ist auch mit integrierter Trittschalldämmung erhältlich.
  • Inzwischen gibt es auch spezielles Feuchtraumlaminat für Küche und Bad.

Modernes Feuchtraumlaminat speziell für Küche und Bad

In früheren Zeiten war Laminat nicht für Feuchträume zu empfehlen, weil die Trägerplatten der Dielen immer aus wasserempfindlichen Holzwerkstoffen bestanden, wodurch es zum Aufquellen, zu Feuchtigkeitsschäden und/oder zur Schimmelbildung kommen konnte und das Laminat häufig schon nach kurzer Zeit wieder entfernt werden musste.

Inzwischen haben verschiedene Laminathersteller auch wasserresistente Laminatvarianten speziell für Feuchträume im Programm, sodass dieser beliebte und kostengünstige Bodenbelag jetzt auch für Küchen und Bäder infrage kommt. Von herkömmlichem Laminat ist als Bodenbelag für Küche und Bad hingegen nach wie vor abzuraten. Denn auch wenn die Laminatqualität insgesamt gestiegen ist, weist Feuchtraumlaminat ganz spezielle Qualitätsmerkmale auf.

Spezielle Qualitätsmerkmale von Feuchtraumlaminat

  • Feuchtraumlaminat muss besonders rutschfest sein, was durch griffige Oberflächen erreicht wird.
  • Das Feuchtraumlaminat inklusive seiner Trägerplatten muss besonders widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit sein.
  • Für einen besseren Quellschutz verfügt Feuchtraumlaminat über spezielle HDF-Trägerplatten mit größerer Härte und höherer Dichte.
  • Die Imprägnierung von Feuchtraumlaminat umfasst nicht nur die Dielenoberfläche, sondern auch die Kanten und die Rückseite.
  • Es gibt auch Feuchtraumlaminat ganz ohne Holzwerkstoffe, dessen Trägerplatten aus Kunststoff bestehen.

Falsches und echtes Feuchtraumlaminat

Steht auf der Verpackung von Laminat „Für Feuchträume geeignet“, dann handelt es sich nicht unbedingt um echtes Feuchtraumlaminat, sondern die Dielen haben dann oft einfach nur eine zusätzliche Imprägnierung. Für Küchen und Bäder sollte stattdessen nur auf echtes Feuchtraumlaminat zurückgegriffen werden.

Trotzdem gilt: Auch wenn echtes Feuchtraumlaminat unempfindlicher gegenüber Spritzwasser und Feuchtigkeit ist als herkömmliches Laminat, sollte stehendes Wasser besser auch hier vermieden werden. Wasserpfützen sollten Sie deshalb am besten sofort aufwischen, um den Laminatboden zu schützen.

Worauf muss man beim Verlegen von Feuchtraumlaminat achten?

Bei der Verlegung von Feuchtraumlaminat muss auf verschiedene Punkte geachtet werden. Damit kein Wasser in den Fußboden eindringen kann, muss das Laminat im Bereich der Anschlüsse von Profilen, Fußleisten, Rohrleitungen usw. möglichst sorgfältig mit Silikon abgedichtet werden. Zudem ist auf ausreichend breite Dehnungsfugen zu achten. Als ergänzender Schutz vor eindringender Feuchtigkeit sollten die Nut- und Federverbindungen in Feuchträumen am besten zusätzlich mit wasserfestem Leim verklebt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Feuchtraumlaminat in Küche und Bad am besten von einem Profi verlegen lassen.

Fazit: Feuchtraumlaminat ist ideal für Küche und Bad!

Laminat ist eine kostengünstige Alternative zu teuren Bodenbelägen wie Parkett und Fliesen. Denn es ist unter anderem in vielen Formaten und Designs erhältlich, pflegeleicht und strapazierfähig, leicht zu verlegen und spurlos wieder zu entfernen. Um Laminat in Küche oder Bad einzusetzen, sollte auf modernes Feuchtraumlaminat zurückgegriffen werden, das besonders rutschfest und widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit ist. Beim Verlegen muss dabei auf eine sorgsame Abdichtung von Anschlussstellen mit Silikon, ausreichend breite Dehnungsfugen und eine zusätzliche Verklebung der Klickverbindungen mit wasserfestem Leim geachtet werden. Am besten beauftragen Sie dafür einen Profi, damit Sie das schöne Laminat in Küche und Bad möglichst lange genießen können.

Bildachweis: © 4th Life Photography / AdobeStock

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