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Doppelhaus mit Freunden bauen?

Ein Doppelhaus ist ein Zweifamilienhaus, bei dem die beiden Wohneinheiten nebeneinander auf zwei getrennten Grundstücken errichtet werden. Die beiden Doppelhaushälften teilen sich dabei eine Wand, die direkt auf der Grundstücksgrenze liegt, wodurch eine Doppelhaushälfte günstiger als ein vergleichbares freistehendes Einfamilienhaus ist. Eng beieinander und doch getrennt jeder für sich wohnend, klingt es deshalb für viele Familien nach einer guten Idee, ein Doppelhaus zusammen mit Freunden zu bauen. Doch wie sieht es mit diesem Plan in der Praxis aus? Welche Vor- und Nachteile hat das Leben im Doppelhaus mit Freunden und worauf sollte bei der Planung geachtet werden?

Vorteile eines Doppelhauses mit Freunden

Während ein freistehendes Einfamilienhaus oft rundherum einen Garten besitzt und zumindest die Mindestabstandsflächen zum Nachbarn eingehalten werden müssen, ist für ein Doppelhaus ein kleineres Grundstück notwendig als für zwei entsprechend große Einfamilienhäuser. Dadurch sinkt zunächst einmal der Preis für das Baugrundstück für beide Parteien, wenn Sie sich entscheiden, ein Doppelhaus zusammen mit Freunden zu bauen.

Anders als bei einem Reihenhaus ist eine Doppelhaushälfte aber in der Regel wenigstens an drei Seiten von einem Garten umgeben, sodass eine Doppelhaushälfte ein ähnliches Wohngefühl wie ein freistehendes Einfamilienhaus bietet. Deshalb lässt sich eine Doppelhaushälfte oft leichter wieder verkaufen als ein Reihenhaus, wenn das Leben mit Freunden im Doppelhaus doch nicht klappt.

Da sich die beiden Doppelhaushälften eine Wand teilen, sparen die Bewohner eines Doppelhauses Energie und die Heizkosten sind niedriger. Angesichts des Klimawandels und der steigenden Energiekosten ist dies für viele Familien ein wichtiger Grund, ein Doppelhaus mit Freunden zu bauen. Wird eine gemeinsame Heizungsanlage eingebaut, können sogar die Reparatur- und Wartungskosten geteilt werden. Durch getrennte Zähler und Rohre kommt es nicht zum Streit bei der Abrechnung.

Im Vergleich zu einem freistehenden Haus fallen auch die Baukosten günstiger aus, weil unter anderem eine Wand weniger gedämmt werden muss, der Bagger für die Erdarbeiten nur einmal kommen muss, das Material gemeinsam angeliefert werden kann und die Erschließungskosten geteilt werden.

Da bei einem Doppelhaus die beiden Hälften in der Regel gleich geplant werden, fällt auch weniger Arbeit beim Architekt an und die Planungskosten sind geringer.

Ein spezieller Vorteil, wenn Sie Ihr Doppelhaus gemeinsam mit Freunden bauen ist, dass Sie sich absprechen und beide Hälften in einem Zug bauen lassen können.

Durch die räumliche Nähe können sich Freunde zudem gut unterstützen, wenn sie später zusammen im Doppelhaus leben, z. B. bei der Kinderbetreuung.

Nachteile eines Doppelhauses mit Freunden

Größter Nachteil eines Doppelhauses ist die extreme Nähe zu den Nachbarn. Man bekommt alles von den Freunden nebenan mit – ähnlich wie in einem Mehrfamilienhaus – und ein Stück der eigenen Privatsphäre geht verloren. So ein enges beieinander Wohnen kann eine Freundschaft sehr belasten.

Zu bedenken ist auch, dass ein Doppelhaus Einschränkungen beim Grundriss mit sich bringt. Denn da sich beide Wohneinheiten eine Wand teilen, gibt es an dieser Seite keine Fenster, sodass hier bestimmte Räume nicht liegen können.

Zudem kann sich die befreundete Familie eines Tages entscheiden, ihre Doppelhaushälfte an Dritte zu verkaufen, sodass man sich dann nach dem Verkauf das Doppelhaus mit Fremden teilen muss.

Worauf sollte man bei der gemeinsamen Planung achten?

Bevor das gemeinsame Doppelhaus mit Freunden in Angriff genommen wird, sollten Sie sich zusammensetzen und genaue Regeln für das Zusammenleben festlegen. Wie sieht es mit Besuch und Partys aus? Soll es gemeinsam Ruhezeiten geben? Wie soll der Außenbereich gestaltet werden? Allein beim Festlegen gemeinsamer Regeln kristallisiert sich oft schnell heraus, ob beide Familien auch beim Wohnen auf einer Wellenlänge sind und sich miteinander arrangieren können.

Wenn Sie sich dann entschieden haben, zusammen mit Freunden ein Doppelhaus zu bauen, sollten Sie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten einplanen, um die Privatsphäre beider Parteien zu schützen. Denn auch wenn man gut befreundet ist, hat man in der Regel ja noch nie so eng beieinander gewohnt.

Wichtig ist auch, eine richtig gute Schalldämmung bei der gemeinsam genutzten Wand zu installieren, damit es nicht zu Lärmbelästigung und dann zum Streit zwischen den befreundeten Familien kommt.

Auch eine klare Regelung der Eigentumsverhältnisse ist von größter Bedeutung. So sollte jeder Eigentümer einer der Doppelhaushälften seinen Grundstücksanteil selbst kaufen und ins Grundbuch eintragen. Grundstück und Gebäude als Wohnungseigentümergemeinschaft einzutragen, ist hingegen nicht zu empfehlen, selbst wenn man mit Freunden das Doppelhaus baut. Denn dann müssen immer beide Parteien zustimmen, wenn etwas am Haus geändert werden soll. Zudem kann die eigene Doppelhaushälfte dann nicht einfach verkauft werden, wenn eine der Familien ihre Doppelhaushälfte loswerden will.

Gemeinsame Hausanschlüsse wie Elektroinstallation oder Heizungsanlagen sollten zudem immer vertraglich festgehalten werden und man sollte die gegenseitigen Nutzungsrechte im Grundbuch eintragen lassen, damit beide Parteien für den Fall der Fälle rechtlich abgesichert sind.

Fazit: Gut geplant zum günstigen Doppelhaus

Ein Doppelhaus zusammen mit Freunden zu bauen, ist verlockend. Denn eine Doppelhaushälfte ist günstiger im Bau und im Betrieb als ein vergleichbares Einfamilienhaus und durch die Freundschaft ist die Vorstellung, mit zwei Familien in einem Haus zu wohnen, nicht mehr so abschreckend. Allerdings sollten die Vor- und Nachteile eines Doppelhauses mit Freunden im Vorfeld genau abgewogen werden. Hat man sich schließlich für den Bau eines gemeinsamen Doppelhauses entschieden, helfen genaue Absprachen, feste Regelungen und eine vorausschauende Planung dabei, dass der Traum vom gemeinsamen Leben im Doppelhaus nicht eines Tages wie eine Seifenblase zerplatzt.

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