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Die besten Schallschutz-Tipps für mehr Ruhe im Haus

Lärm im Haus ist nicht nur störend, sondern kann auf Dauer krank machen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man bei einem Neubau von Vornherein auf einen guten Schallschutz achten, damit laute Geräusche gemindert werden. Dabei geht es zum einen um den Lärm, der von außen ins Haus eindringt, als auch um die Geräusche innerhalb des Hauses. Welche Möglichkeiten für Schallschutz es gibt, erfahren Sie in den nachfolgenden Tipps.

Was ist Schall?

Schall ist die rhythmische Schwingung von Luft-Molekülen, wobei es sich sowohl um angenehme Musik als auch um störenden Straßenlärm handeln kann. Dabei durchdringt Schall sogar feste Körper, wie etwa Wände oder Fenster. Nachfolgend werden die wichtigsten Begriffe rund um den Schall im Haus kurz erläutert:

  • Luftschall breitet sich über die Luft aus und bringt damit Bauteile in Schwingung.
  • Körperschall wird als Vibration durch Wände, Geschossdecken oder Fußböden weitergeleitet. Spezielle Formen des Körperschalls sind Trittschall und Gehschall.
  • Gehschall wird der Lärm genannt, der durch das Gehen auf einem Fußboden im Raum selbst entsteht und auch dort wahrgenommen wird.
  • Trittschall bezeichnet den Lärm, der durch Gehen auf einem Fußboden hervorgerufen, in den Raum darunter übertragen und dort als störend wahrgenommen wird.

Schallschutzmaßnahmen vom Boden bis zum Dach

Störende Geräusche können sowohl von draußen ins Haus eindringen als sich auch innerhalb des Hauses übertragen. Um einen umfassenden Schallschutz in Ihrem Massivhaus zu erreichen, müssen verschiedene Punkte beachtet werden:

Schallschutz für die Wände: Guter Schallschutz wird vor allem durch dicke Wände erreicht, die aus Beton, Ziegeln oder Kalksandstein gebaut werden, wie bei einem Massivhaus.

Schallschutz fürs Dach: Vor allem in Wohngegenden, wo es zu Störungen durch Fluglärm kommen könnte, sollte auch das Dach möglichst massiv geplant werden oder eine sehr gute, schallabsorbierende Dämmung haben, wie zum Beispiel eine hochwertige Aufsparrendämmung.

Schallschutz für die Böden: Für einen guten Schallschutz sollten Geschossdecken möglichst massiv und mehrschalig aufgebaut sein. Schallschutz für den Boden verhindert zudem, dass Bodenbeläge in Schwingung versetzt werden, die dann an den Estrich und die Rohbaudecke übertragen werden. Hier wird Schallschutz durch eine schallschluckende Trittschalldämmung erreicht, die unter dem Bodenbelag verlegt wird. Dabei kann die Trittschalldämmung aus Schaumstoff, Folie oder ökologischen Dämmstoffen bestehen. Effektiv sind auch schwimmender Estrich und Randdämmstreifen ohne feste Verbindung zur Rohbaudecke und zu Bauteilen wie Wänden und Rohren. Beim Bodenbelag lassen sich gute Ergebnisse vor allem mit elastischen Bodenbelägen (Linoleum, Korkboden, PVC usw.) erreichen.

Schallschutz bei Türen: Je schwerer Türen sind, desto besser ist die Schalldämmung. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Türen ohne Spalt direkt am Boden abschließen. Besonders effektiv schützen Schallschutztüren davor, dass sich der Schall im ganzen Haus ausbreiten kann.

Schallschutz bei Fenstern: Um den Lärm draußen zu halten, bieten sich spezielle Schallschutzfenster an. Dabei gilt, dass eine höhere Schallschutzklasse auch eine bessere Schalldämmung bedeutet. Vor allem, wenn das Haus an einer viel befahrenen Schnellstraße liegt, sollten die Fenster möglichst die höchste Schallschutzklasse 6 aufweisen.

Schallschutz bei den Rollladenkästen: Um einen lückenlosen Schallschutz nach außen zu erreichen, muss auch an eine ausreichende Dämmung der Rollladenkästen gedacht werden.

Schallschutz bei Rohren und Leitungen: Jegliche Lücke lässt Lärm passieren. Deshalb muss auch bei Rohren und Leitungen eine wirkungsvolle Dämmung beachtet werden, indem zum Beispiel ummantelte Rohre Verwendung finden.

Schallschutz durch die Einrichtung: Auch die Einrichtung eines Hauses spielt beim Schallschutz eine große Rolle. Weiche Materialien wie stoffbezogene Möbel, Teppiche, Gardinen und Vorhänge schlucken Schall. Voluminöse Stoffe und strukturierte Oberflächen absorbieren Schallwellen besonders effektiv.

Fazit: Durchdachter Schallschutz für ein besseres Wohngefühl

Lärm im Haus stört das Wohlbefinden – ob er von draußen von der Straße durch die Fenster dringt und beim Einschlafen stört oder als Trittschall aus den Kinderzimmern im Obergeschoss nach unten ins Wohnzimmer dröhnt. Deshalb sollte der Schallschutz bereits bei der Hausbauplanung berücksichtigt werden. Dabei ist nicht nur der Schallschutz bei Wänden, Decken, Böden, Türen und Fenstern von Bedeutung, sondern es muss auch an Lücken wie Rollladenkästen, Rohre und Leitungen gedacht werden, damit sich der Schall nicht doch noch irgendwo durchmogeln kann. Eine behagliche Einrichtung mit schallschluckenden Teppichen, Vorhängen und Stoffsofas ist da dann noch das schallschluckende I-Tüpfelchen.

 

Bild: © Andrey Popov / Fotolia

 

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