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Balkongeländer – Vorschriften und Materialien

Ein Balkon als geschützter Freisitz an einem Neubau schafft ein herrliches Gefühl von Freiheit, selbst wenn zusätzlich ein Garten vorhanden ist. Damit Sie diese Freiheit und den tollen Ausblick von oben rundum genießen können, werden in Deutschland an einen Balkon und seine Absturzsicherung hohe Anforderungen gestellt. Dieser Artikel zeigt auf, welche gesetzlichen Vorschriften es für Balkongeländer gibt und welche Materialien sich dafür eignen.

Welche gesetzlichen Vorschriften gibt es für Balkongeländer?

Gemütlich auf dem Balkon morgens einen Kaffee trinken, sich nachmittags in der Sonne räkeln oder abends einen Cocktail genießen, ist für viele Bauherren ein großer Traum. Vor allem, wenn Sie in Großstädten wie Berlin leben. Damit aus dem Traum kein Alptraum wird, gelten in Deutschland verschiedene Vorschriften für Balkongeländer, die auf Amtssprache unter die Umwehrungen und Brüstungen oder auch Absturzsicherungen fallen. Diese Vorschriften dienen dazu, einen Balkon absturz- und verletzungssicher zu machen.

Die genauen Vorschriften finden sich in den Landesbauordnungen und können je nach Bundesland etwas voneinander abweichen. Alle Vorschriften befassen sich jedoch mit der Höhe des Balkongeländers und dem Abstand der einzelnen Geländerstäbe, wenn es keine durchgehende Absturzsicherung gibt. Die nachfolgenden Ausführungen geben nur einen ersten groben Überblick. Welche Vorschriften genau für Ihr Massivhaus gelten, können Sie der gültigen Landesbauordnung Ihres Bundeslandes entnehmen.

Abstand Geländerstäbe

Der Schutz von Kleinkindern steht an erster Stelle, da sie Gefahren überhaupt noch nicht einschätzen können. Deshalb orientiert sich der vorgeschriebene Abstand der Stäbe eines Balkongeländers an Kleinkindern. Durch die Öffnungen zwischen den Stäben darf kein Kinderkopf passen, sodass ein maximaler Abstand von 12 cm zwischen den Balkongeländerstäben vorgeschrieben ist. Auch unterhalb des Geländers darf der Abstand zum Boden höchstens 12 cm betragen. In einigen Bundesländern sind noch geringere Abstände vom Geländer zur Bodenplatte zugelassen, damit keine Gegenstände hindurchfallen können.

Viele Landesbauordnungen sehen auch ein Verbot von horizontalen Querverstrebungen vor, da Kinder diese Elemente als Leiter benutzen könnten, was ein großes Risiko darstellt. Auch bei Häusern, in denen keine Kinder wohnen, muss sich an dieses Verbot gehalten werden. Wenn eine Brüstung zum Klettern verlockt, wird das Leitereffekt genannt. Um den Leitereffekt zu verhindern, muss auf Querstreben verzichtet werden oder sie müssen so gestaltet sein, dass nur ein maximaler Abstand von 4 cm gegeben ist, sodass wirklich kein Kinderfuß hineinpasst, oder die Querstreben müssen von innen mit einer Glas- oder Kunststoffplatte sicher verblendet werden.

Höhe Balkongeländer

Auch bei der Höhe des Balkongeländers unterscheiden sich die Vorschriften je nach Bundesland. Das niedrigste Maß ist 90 Zentimeter, gilt aber nur im privaten Bereich bei maximal 12 m Absturzhöhe. In den meisten Landesbauordnungen sind allerdings mindestens 110 cm Höhe festgelegt, wobei es auch Vorschriften mit einer Mindesthöhe von 120 cm gibt. Die Höhe des Geländers wird aber in allen Fällen ab der Balkonbodenplatte gemessen.

Welche Materialien für Balkongeländer sind empfehlenswert?

Balkongeländer gibt es aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Ausführungen – ob klassisch oder modern, offen oder blickdicht. Dabei werden an die Materialien beim Balkongeländer aus Sicherheitsgründen hohe Anforderungen gestellt. Nachfolgend werden die wichtigsten Materialen für Balkongeländer im Überblick kurz vorgestellt.

Balkongeländer aus Metall

Metallgeländer müssen aus rostgeschützten Metallen gefertigt werden, damit sie langfristig genug Stabilität bieten. Üblich sind vor allem Aluminium, Edelstahl, verzinkter Stahl und Schmiedeeisen. In allen Fällen gilt, dass Metallgeländer langlebig und pflegeleicht sind und in jeder beliebigen Form von romantisch verschnörkelt über gradlinig modern bis zu glänzend elegant zu haben sind. So lassen sich Metallgeländer wunderbar an jeden Häuserstil anpassen.

Balkongeländer aus Glas

Glas wirkt besonders luftig und ist vor allem bei modernen Massivhäusern besonders beliebt. Dabei müssen Balkongeländer aus Glas aus Acrylglas oder aus mindestens 8 mm starkem Verbundsicherheitsglas bestehen, um eine ausreichende Sicherheit zu gewährleisten. Glasbalkongeländer gibt es in komplett durchsichtig für ein großes Freiheitsgefühl, aber auch in getönt oder milchig weiß für mehr Privatsphäre. Dabei gilt: Je klarer das Glas, desto häufiger muss es gereinigt werden.

Balkongeländer aus Holz

Der Klassiker unter den Balkongeländern ist das Holzgeländer. Vorteil ist, dass es aus natürlichem, nachwachsendem Material besteht, das sowohl ländlich rustikales als auch modernes Aussehen haben kann. Dabei haben Holzbalkongeländer heute meistens stabile Stahl- oder Aluminiumpfosten, die mit Holzlatten versehen werden. Nachteil eines Balkongeländers aus Holz ist, dass es regelmäßig gestrichen werden muss, damit das Holz Wind und Wetter möglichst lange standhält.

Fazit: Mit richtigen Maßen und Materialien sicher und schön

Balkons sind bei Neubauten sehr beliebt, denn sie bieten einen geschützten Freisitz und einen tollen Ausblick. Zur Sicherheit müssen Balkone in Deutschland ein Geländer als Absturzsicherung haben, für die es wiederum bestimmte Vorschriften gibt. Je nach Bundesland können die Vorschriften dabei voneinander abweichen. In der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes können Sie die Vorschriften für Balkongeländer einsehen. Sie betreffen in der Regel die Mindesthöhe des Balkongeländers, den Maximalabstand der Geländerstäbe und oft auch ein Verbot von Querverstrebungen. Unter Beachtung der jeweils gültigen Vorschriften können Sie Ihr Balkongeländer ganz nach persönlichem Geschmack auswählen – ob aus robustem Metall, luftigem Sicherheitsglas oder natürlichem Holz. So können Sie Frühling und Sommer in Ihrem neuen Massivhaus noch mehr genießen!

 

Bildnachweis: © alipko / AdobeStock

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